pro bono gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)  

für das Gute

Bienenschutz

 

Hilfe für Bienen ist auch Hilfe für Menschen.

Denn den netten "Summsetieren" werden durch immer mehr Monokulturen und Pestizideinsätze die natürlichen Nahrungsquellen entzogen.

Bis zu 1/3 der Bienenvölker in der Imkerei sterben jedes Jahr, und den Wildbienen geht es auch nicht besser.

Die "Aufgabe" der Biene, das Bestäuben der Pflanzen gerät durch das Bienensterben immer mehr an den Abgrund. Schlecht für uns, denn wer will diese Aufgabe übernehmen?

Aber wir können etwas dafür tun, und das ist gar nicht schwer: Es gibt fertige bienenfreundliche Saatgutmischungen mit einer Vielfalt von Kräuter- und Blumensämlingen, die man auf dafür vorgesehene Brachflächen oder auch im heimischen Garten aussäen kann.

Die beste Zeit ist ab April bis in den Juli hinein, möglichst nach und nach aussäen, damit es ordentlich lange blüht.

So kann man den kleinen Brummern mit wenig Aufwand neue Lebensgrundlagen bieten.

Von der Initiative "Bienenretter" gibt es dazu einen netten kleinen Film:

 

 

 

 

 

 

 

Eine wunderbar informative Seite gibt es auch unter

500 BIENENWEIDEN - Stiftung-Bienenwald-Kalender 2015

 

 

 

 

Landwirte können Bienen retten!

 

Landwirte haben viele Möglichkeiten, die Honigbiene – und natürlich auch andere Insekten – zu fördern. Sie können gezielt Trachtpflanzen in ihre Fruchtfolgen einbauen, also Pflanzen, die Nektar oder Pollen – oder am besten beides – spenden. Mit Hecken, ungenutzten Böschungen und ähnlichen Strukturen bieten sie wertvolle „Trachtinseln". Außerdem retten sie viele Bienen vor dem Mäh-Tod, wenn sie beim Mähen oder Mulchen von Grünland, Futterbau und Stilllegungs-Flächen den richtigen Zeitpunkt und die geeignete Technik wählen. Beim Ackerbau: Die Vielfalt macht’s Die wichtigste Devise auf den Feldern heißt: Viele blühende Pflanzen so lange wie möglich! Eine „Massentracht" wie Raps, der zwei bis drei Wochen im Jahr blüht, füllt zwar kurzfristig die Honigräume im Bienenvolk und die Gläser des Imkers, sichert den Bienen aber nicht das Überleben. Bienen brauchen während der gesamten Vegetationszeit Nektar und Pollen - besonders im Spätsommer, um mit gut genährten Bienen in den Winter zu gehen. Zwischenfrüchte so früh wie möglich anbauen Was können Landwirte tun? An jedem Tag im August wachsen Zwischenfrüchte so viel wie in einer Woche im September oder im ganzen Oktober. Müssen keine Wurzel-Unkräuter mehr bearbeitet werden, sollte bereits an den Tagen nach der Ernte im Juli/August die Zwischenfrucht gesät sein. Das ermöglicht nicht nur eine frühe Blütentracht für die Bienen, sondern auch viel Biomasse zum Bodenaufbau oder – wenn Leguminosen in der Mischung sind – auch zusätzlichen Stickstoff für die Folgekultur. Zwischenfrüchte richtig auswählen Interessante Nahrungsquellen für Bienen und als Zwischenfrucht geeignet sind Phacelia, Buchweizen, Ölrettich, Sommerraps, Rübsen, Senf und Sommerwicke. Die Becker-Schöll AG oder die Bayerische Futtersaat (BSV) bieten mit dem Landsberger Gemenge oder MS 100 (BW) sowie SZF 3 und SZF 4 abfrierende und teilabfrierende Mischungen an. Bei früher Saat – etwa nach Wintergerste oder Ganzpflanzensilage (GPS) – können auch Perser- oder Alexandrinerklee noch rechtzeitig blühen. Untersaaten nicht vergessen Untersaaten – z.B. unter Getreide, Mais, Ackerbohnen, Sonnenblumen – bieten nicht nur Regenwürmern und anderen Bodentieren ausgiebig Futter im Boden, sondern sind auch hervorragende Bienenweiden. Denn sie blühen dann, wenn Obst, Raps, Löwenzahn und andere Frühtrachten verblüht sind und die Zwischenfrüchte noch auf sich warten lassen. Auf vielen Flächen sind Untersaaten auch ackerbaulich sinnvoll. Weißklee und Inkarnatklee vereinen als Untersaat viele Vorteile. Bewährt hat sich eine Mischung von 3 kg Weißklee plus 10 kg Inkarnatklee pro Hektar, die im Frühjahr mit der Drillmaschine so früh wie möglich (evtl. nach dem Striegeln, 4-Blatt-Stadium) unter Sommer- und Wintergetreide gesät wird. Auf eine Unkrautbekämpfung komplett verzichten kann, wer zusätzlich Leindotter aussät. Durch seine rasche Bodenbedeckung kann er die Beikräuter erfolgreich unterdrücken. In diesem Fall können Weißklee, Inkarnatklee und Leindotter gleichzeitig mit dem Sommergetreide ausgesät werden. Wer für die Bienen – und für andere Insekten – noch mehr tun will, kann die Untersaat mit einem Kräuter-Mix (etwa NK von der BSV) bereichern. Gezielt stilllegen, artenreich füttern Betriebe mit wenig oder keinen Tieren bzw. mit ausreichend Futter, die Stilllegungs-Flächen nur mulchen oder ihr Kleegras selten mähen, können durch eine geschickte Auswahl der Arten wahre Bienen-Paradiese schaffen. Ganz wichtig ist natürlich, dass die Pflanzen im Bestand auch blühen, was bei einem üppigen Aufwuchs beispielsweise mit „normalem", tetraploidem Ackerrotklee (z.B. „Lucrum") kaum der Fall ist. Denn hier führt ein spätes Mulchen nach der Blüte zu einem sehr dichten Mulch-Teppich, den der neue Aufwuchs nur mühsam durchdringt. In diesem Fall ist es wichtig, die Mulchschicht nach dem Anwelken mit einem Kreiselheuer zu lockern. Eine Alternative bieten Arten, die ihren Ertrag v.a. unter der Erde, also als Wurzel-Ertrag bilden. Beim Wiesenrotklee „Wiro" etwa reicht es aus, den Bestand zweimal pro Jahr zu mulchen. Somit bietet er lange und ergiebige Blühzeiten im Jahr.

Auch Esparsette und Bibernelle bilden ein umfangreiches Wurzelwerk und werden von den Bienen sehr gerne besucht. Weitere Pflanzen, die in Stilllegungs-Gemengen von Bienen gerne beflogen werden, sind alle anderen Kleearten (Perser-, Inkarnat-, Alexandriner-, Weiß-, Horn-, Schweden- und Steinklee), weiterhin Phacelia, Buchweizen, Senf, Ölrettich und Kräuter wie Spitzwegerich, Kümmel oder Wiesenknopf. Fertige Mischungen sind z.B. die „Tübinger Mischung", die „Evangelische Mischung", die Becker-Schöll MEKA-Mischung, die BSV Sommerbrache oder die BSV Bienenbrache. Beim Grünland: Auf den richtigen (Mäh-)Zeitpunkt achten Besonders Betriebe, die weniger oft mähen, haben für Bienen auf ihren Grünland-Flächen einiges zu bieten. Neben Löwenzahn im Frühjahr bieten Weiß-, Gelb-, Wiesen- und Hornklee aber auch Kräuter aller Art das ganze Jahr über eine gute Tracht. Die Voraussetzung: Mindestens acht Wochen zwischen zwei Nutzungen, damit einzelne Arten zum Blühen kommen, sowie eine angepasste bzw. zurückhaltende organische Düngung, die einen vielseitigen Pflanzen-Bestand ermöglicht. Damit auch sicher den ganzen Sommer über etwas blüht, dürfen nicht alle Flächen gleichzeitig gemäht werden. Optimal für Bienen ist also die traditionelle „Staffelmahd", die zudem Arbeitsspitzen entschärft und für verschiedene Tierarten und -gruppen angepasste Futter-Qualitäten ermöglicht. Auch auf Standweiden blühen Klee- und Kräuterarten. Feste Zäune sind für Bienen wertvoll, da sie immer mit einem kaum genutzten Grünstreifen verbunden sind. Eine hervorragende Biotop-Vernetzung kann man dadurch schaffen, dass die Ränder der Wiesen nur bei jeder zweiten Ernte gemäht werden. Bienentod durch Mahd Große Verantwortung übernimmt der Landwirt bei der Mahd von Grünland und Futter-Gemengen oder beim Mulchen von Stilllegungs-Flächen. Mäht er, wenn mehr als eine Biene pro Quadratmeter zu sehen ist – was an warmen Tagen oft der Fall ist – müssen zahllose Bienen im Mähwerk ihr Leben lassen. Eine Untersuchung am Schweizer Institut für Bienenforschung ergab in unterschiedlichen Varianten bis zu 90.000 getötete Bienen pro Hektar - das sind drei ganze Bienenvölker! Neben dem Zeitpunkt bestimmt die verwendete Technik erheblich das Ausmaß der Verluste: Wurden in einem Weißklee-Gras-Bestand Mäh-Aufbereiter verwendet, kamen 90 Prozent mehr Bienen um, als in der Variante ohne Aufbereiter. Deshalb: Gemäht oder gemulcht werden sollte möglichst außerhalb des Bienenfluges, also vor 8 Uhr oder nach 18 Uhr, oder an bedeckten Tagen oder bei kühlen Temperaturen! Bei Hecken, Böschungen, Randstreifen: Je wilder desto besser Landwirte gestalten auch die Landschaft, die ihre Wiesen, Weiden und Ackerflächen umgibt. Jeder Winkel einer Landschaft, der nicht gepflügt, gemäht, beschnitten oder regelmäßig gepflegt wird, ist für Insekten eine Oase. Eine Böschung, die selten gemäht wird oder ein Ackerrand bieten eine Vielfalt von Blühpflanzen und versorgen Bienen, Hummeln und Co. von April bis Oktober mit Pollen und Nektar. Also warum nicht mal „ein Auge zudrücken", eine kleine Wildnis sein lassen oder auf die letzten 20 Zentimeter Pflugeinsatz verzichten? Müssen wir wirklich unser ganzes Land sauber halten und im Griff haben? Sind nicht auch die fragenden Nachbarblicke auszuhalten, wenn dafür wieder unsere Insekten überleben können? Und wenn es wieder summt in unseren Obstgärten? Wir brauchen wieder: Mehr Mut zur Natur! Für eine blühende Land(wirt)schaft! Agrar-Umweltprogramme bieten finanzielle Unterstützung 

Um Landwirte, die Maßnahmen für eine Blühende Landschaft umsetzen, finanziell zu unterstützen, gibt es in den Bundesländern verschiedene Förderprogramme. Diese Agrar-Umweltprogramme honorieren den Mehraufwand für ökologische Leistungen zum Schutz und zur Entwicklung von Boden, Wasser, Luft, Landschaftsbild und Biodiversität. Gefördert werden beispielsweise Ackerrandstreifen, ein- und mehrjährige Blühstreifen, Zwischenfrüchte, extensive Bewirtschaftung von artenreichem Grünland. Informationen erteilen die zuständigen Landwirtschaftsämter. Eine aktuelle Übersicht der Agrar-Umweltprogramme in den Bundesländern finden Sie auf unserer Webseite www.bluehende-landschaft.de – Rubrik „Handlungsempfehlungen: Landwirtschaft"

Blühende Landwirtschaft – Stand Dezember 2010 Netzwerk Blühende Landschaft – Mellifera e.V. – Fischermühle 7 – 72348 Rosenfeld – Tel 07428 – 945249-28 www.bluehende-landschaft.de info@bluehende-landschaft.de

 

 

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