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für das Gute

 

 

 

 

 

 

 

Ich möchte eine Katze!

 

 

Sie haben vor, einer Katze ein Zuhause zu geben. Wir möchten Ihnen helfen, sich vor der Anschaffung einige Gedanken zu machen, auf was man achten sollte, damit es ein harmonisches Zusammenleben für alle Beteiligten gibt.

Sind Sie berufstätig, dann ziehen Sie 2 Tiere in Betracht. Bei Anschaffung von Katzen im Welpenalter, also zwischen 8 und 12 Wochen, ist es sinnvoll, wenn jemand in der Eingewöhnungsphase und evtl. auch etwas länger zuhause ist. Katzenkinder sind sehr einfallsreich und hecken jede Menge Unsinn aus, überschätzen sich manches Mal in ihrem Spieleifer.

Räumen sie Gefahrenquellen, z.B. größere Blumenvasen, giftige Zimmerpflanzen (eine Liste finden sie am Ende dieses Berichtes), Wollknäule (ganz gefährlich, wenn die Katze anfängt, den Faden zu schlucken oder sich darin verwickelt und nicht mehr frei kommt.) außer Reichweite. Und bitte nie die Fenster unbeaufsichtigt gekippt lassen. Katzen spüren den Luftzug und versuchen durch die Öffnung zu klettern. Wenn sie seitlich abrutschen, kann es sie durch Strangulation oder Fraktur der Wirbelsäule das Leben kosten. Im Handel gibt es Schutzgitter, die Sie ohne großen Aufwand um die Fenster installieren können. Das sollte Ihnen Ihr Tier wert sein.

Eine wichtige Überlegung vor der Anschaffung ist auch, ob es eine reine Wohnungskatze oder Freigänger werden soll. Das hängt natürlich von Ihrer Wohnsituation ab.

Wenn sie/er nicht raus kann, holen Sie sich kein Tier vom Bauernhof. Die zeigen in der Regel, spätestens mit beginnender Geschlechtsreife, einen unstillbaren Drang nach draußen. Können sie den Wunsch nicht erfüllen, wird die Katze sich Beschäftigung in der Wohnung suchen oder Macken entwickeln, die Ihnen bestimmt nicht gefällt. Ebenso kann sie ziemlich "kratzbürstig" werden, das ist dann einfach reine Frustration!

Die nächste Hürde ist die Kastration der Tiere. Weibliche Katzen werden mit etwa 7-9 Monaten das 1. Mal rollig. Den Zustand werden sie nicht übersehen/ überhören können. Machen Sie mit dem Tierarzt Ihres Vertrauens baldmöglichst einen Op.-Termin aus. Sonst wird ihre Katze in immer kürzeren Abständen in diesen "seltsamen Zustand" verfallen, und da sie vernünftigerweise nicht gedeckt werden soll, macht sie nach einiger Zeit eine merkwürdige Wesensveränderung durch. Das spüren sie dann am eigenen Leib, wenn aus Ihrem anfangs so verschmusten Stubentiger plötzlich eine misslaunige Wildkatze wird. Wie gesagt, lassen Sie sie kastrieren, dann ist der Spuck nach spätestens 3 Wochen vorüber.

Kater werden relativ früh - das ist wie im richtigen Leben - mit etwa 6 Monaten geschlechtsreif. Das übermittelt Ihnen Ihre Nase! Potente Kater sind nicht zu "überriechen". Sollte Ihr Geruchssinn eher unterentwickelt sein, merken Sie es daran, dass Sie sich ziemlich bald sehr einsam fühlen werden. Besuch kommt da freiwillig wohl nicht mehr ins Haus!

Also auch hier, nix wie ab zum Tierarzt, bei Katern ist die Operation keine große Sache. Und sollten Sie selbst der männlichen Art angehören, sehen Sie es nicht zu menschlich!

Stimmen Sie Ihre Wohnungseinrichtung auf die Bedürfnisse Ihres Tieres ab. Katzen wollen kratzen, das ist wichtig für deren Wohlbefinden, ebenso, um alte Hornhülsen von den Krallen loszuwerden. Da können Sie Ihre Couchgarnitur retten, in dem sie stabile Kratzbäume anbieten. Man kann mit etwas Geschick die Dinger auch selber bauen, passend zum restlichen Ambiente. Ansonsten findet man im Fachhandel ein reichhaltiges Angebot. Achten sie nur auf Stabilität, vor allem, bei Deckenhöhe. Nicht, dass er mitsamt Ihrer Katze umkippt.

Was das Futter betrifft, gibt es ja heute Angebote ohne Ende. Da lassen Sie Ihr Tier entscheiden, was am Besten schmeckt. Bei kastrierten Katern sollte man mit Trockenfutter  zurückhaltend sein, da diese im Alter zu Blasengries neigen können. Besser ist Nassfutter.

Auch Katzen möchten nicht vor Langeweile vergehen, beschäftigen Sie sich, so oft Sie können mit dem Tier. Sogar kleine Kunststückchen kann man mit ihnen einüben. Manche Katzen apportieren für ihr Leben gern kleine Papierkügelchen o.ä. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Passende Literatur findet sich im Bücherhandel.

Auch ein vorhandener Balkon kann nach Rücksprache mit dem Vermieter, katzensicher mit entsprechenden Netzen gestaltet werden.

Wenn Sie längere Zeit außer Haus sind ( Wochenende oder Urlaub), suchen Sie sich eine vertrauenswürdige Person, die Ihr/e Tier/e zuhause versorgen und bespaßen. Katzen mögen keine Ortswechsel. Das gilt für Wohnungs-, wie für Freigänger-Katzen.

Ein Punkt vielleicht noch zum Schluss: Klären sie vor Anschaffung des Tieres ab, ob es Allergien in der Familie gibt, nichts ist schlimmer für alle Beteiligten, wenn das Tier aus solchen Gründen wieder ausziehen müsste.

Und hier die Liste der giftigen Pflanzen entliehen bei www.einfach-tierisch.de (Danke)

Unsere kurze Liste schafft einen Überblick über die für Katzen giftigen Pflanzen. Sie ist nicht vollständig, aber erfasst gängige Gewächse, die häufig in der Wohnung oder im Garten stehen. Der Grad der Vergiftung kann bei den einzelnen Pflanzen ganz unterschiedlich sein. Einige rufen nur Symptome wie Erbrechen hervor, während andere durchaus eine tödliche Gefahr bei Verzehr für Ihre Katze darstellen können.

A: Azaleen, Akelei, Agave, Alpenveilchen

B: Buchsbaum, Birkenfeige, Buntwurz

C: Christusdom, Chrysanthemen, Calla

D: Dieffenbachia, Dipladenie

E: Efeu, Euphorbis, Eisenhut, Einblatt, Edelweiß

F: Fingerhut, Flieder, Fensterblatt, Farne

G: Goldregen, Geranien, Ginster

H: Heckenkirsche (rot), Herbstzeitlose, Hortensien, Hyazinthen

K: Kaladie, Kakteen, Krokus

L: Lorbeeren, Liliengewächse, Lupine, Liguster

M: Mistel, Märzenbecher, Magnolien, Maiglöckchen

N: Narzissen, Nachtschattengewächse

O: Oleander, Osterglocke, Orchideen

P: Philodendron, Primel

S: Seidelbast, Schnee auf dem Berge, Stechpalme, Spindelbaum

T: Tulpen, Tollkirsche, Thuka, Tabakpflanzen, Trollblume

U: Usambaraveilchen

V: Vanilleblume

W: Wolfmilchsarten, Weihnachtsstern, Wunderstrauch, Waldmeister

Y: Yucca-Palme

Z: Zwiebelgewächse, Zierpaprika

 

Katzengras zum Knabbern

 

 

Für den Grad einer Vergiftung bei Katzen ist außerdem entscheidend, wie die Katze den Stoff aufgenommen hat und in welchen Mengen. Manche Katze wird Zierpflanzen daheim oder im Garten gar nicht beachten, während andere versehentlich daran knabbern. Stellen Sie Ihren Samtpfoten Katzengras und ungiftige Pflanzen hin, damit sie sich gar nicht erst an giftiges Grünzeug ranmachen.

Bei einem Verdacht auf eine Vergiftung konsultieren Sie bitte sofort Ihren Tierarzt. Auffällige Symptome sind Erbrechen und Durchfall, Vermehrtes Speicheln, Zittern, Unruhe, Taumeln, Lähmungen, besonders enge oder weite Pupillen sowie starke Aufregung.

 

Spendenkonto: IBAN: DE36 5335 0000 0094 0044 46