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für das Gute

 

 

 

 

 

 

 

Ich möchte einen Hund!

 

Chow Chow - Freundschaft

Juchhei, Sie / Ihre Familie haben sich entschlossen, einen Vierbeiner aufzunehmen. Eine gute Entscheidung, wenn die Voraussetzungen stimmen.

Die Anschaffung will nämlich gut überlegt sein, spielen hier doch Zeit, Wohnsituation, Rassewunsch, Herkunft, Verantwortungsgefühl, Freizeitvorlieben und Belastbarkeit eine große Rolle!

Zeit: Ein Hund muss mindestens 3 mal täglich nach draußen, davon sollte er bei einem Spaziergang mindestens 1 Stunde am Stück die Möglichkeit zum Rennen, Toben, soziale Kontakte haben. Passt das in Ihren Zeitplan, neben Berufstätigkeit, Kinderbetreuung, Haushalt etc.?

Haben Sie Jemanden, der im Notfall den "Hundesitter spielen kann?"

Wohnsituation: Gibt es einen Vermieter, sprechen Sie frühzeitig mit ihm, stimmt er der Hundehaltung zu, lassen sie es sich schriftlich geben. sind mehrere Mietparteien im Haus, fragen Sie alle, ob sie mit der Hundehaltung einverstanden sind.( Es sollte für den neuen Hundehalter selbstverständlich sein, dass die Mitbewohner sich nicht durch Fehlverhalten desselbigen / bzw. des Hundes belästigt fühlen). 

Gibt es keinen Vermieter, Herzlichen Glückwunsch, da haben Sie schon ein Problem weniger!

Nächste Frage wäre die Lage der Wohnung/ des Hauses. Wenn Sie mitten in der Stadt mit wenig Grün drumherum wohnen, ist es natürlich aufwendiger, "Gassi zu gehen", vor allem, wenn "Fifi" mal Durchfall hat. Stadtrandlage oder Park in der Nähe wäre klar von Vorteil.

Rassewunsch: Das könnte schwierig werden, wenn sich nicht alle Beteiligten einig sind. Angefangen bei "soll es ein Welpe sein", ein "Teeny" im besten Rüpelalter oder ein erwachsener Hund. Darf es auch ein Mischling sein? Rüde oder Hündin? Kann man einem Rassehund mit dessen Charaktereigenschaften und Bedürfnissen gerecht werden? Ist man bereit, das Tier entsprechend auszulasten? Es kommt leider nicht nur auf die Optik an, Arbeitshunde, wie z.B. Hütehunde oder Nordische Rassen zu bewegungsunlustigen Menschen machen keinen der Beteiligten glücklich!

Informieren Sie sich ausreichend über die Eigenschaften verschiedener Hunderassen und deren Mischlinge, damit werden Sie sich und dem neuen Mitbewohner einen großen Dienst erweisen.

Herkunft: Tja, da gibt es einige Möglichkeiten! Soll es ein Rassehund sein, lassen Sie um Gottes Willen die Finger von billigen "Wühltischwelpen". Was sie beim Kauf solch eines armen Hascherls einsparen, tragen sie hinterher vielfach zum Tierarzt. Abgesehen davon, dass sie das Millionenschwere Elend der Tiere unterstützen, in der Regel einen traumatisierten Hund bekommen und Platz machen für weitere dieser Art.

Aber, da Sie vernunftbegabte Menschen sind, gehen Sie zu einem ordentlichen Züchter, lernen die Elterntiere, den ganzen Wurf und die Haltungsbedingungen kennen, bezahlen mehr für einen gesunden, entwurmten, geimpften, gechipten und gut sozialisierten Welpen.

Eine weitere Möglichkeit wäre natürlich ein Besuch in verschiedenen Tierheimen. Leider sitzen auch dort Rassehunde in allen Altersgruppen und noch viel mehr entzückende Mischlinge, die es verdient haben, ein tolles Zuhause zu bekommen. Wenn Sie offen für Auslandstierschutz sind, setzten Sie sich mit seriösen Tierschutzvereinen in Verbindung, auch dort kann Ihnen "geholfen" werden.

Verantwortungsgefühl: Das sind Sie Ihrem neuen Familienmitglied schuldig. Sie haben den Schritt gewagt, nun müssen Sie und der Hund "mit den Folgen leben" und das Beste daraus machen. Sehen Sie es wie die Geburt eines Kindes, das können sie auch nicht so einfach wieder abgeben. Scherz beiseite, es wird Situationen geben, da wünschten Sie, die Anschaffung eines Hundes nicht getätigt zu haben. Halten Sie durch! Für den Hund ist die Lage auch nicht einfach!

Alles neu.......Umgebung, Menschen, vielleicht andere Tiere, Gerüche, weg von Mutter und Geschwistern. Das muss er erst mal verarbeiten! Stubenreinheit muss trainiert werden, er muss seinen Platz in der Familie erst finden, dazu braucht er Sicherheit von Menschenseite und vor allem viel Lob und Bestätigung, wenn er es richtig macht. Das gibt Vertrauen und festigt die Beziehung.

Denken Sie immer voraus, schätzen Sie frühzeitig Situationen und deren Folgen ein, Sie werden immer wieder neue Seiten an Ihrem Hund kennen lernen, gute und weniger gute. Wichtig ist einfach Durchhaltevermögen, Konsequenz zeigen, Einigkeit in der Familie, was die Grunderziehung angeht, Rituale einüben und Ruhe bewahren.

Lehren sie Ihren Kindern Verantwortungsgefühl für andere Lebewesen, leben Sie es ihnen vor.

Beispiel: Ihr Hund war einige Zeit alleine und hat sein "Geschäft" in der Wohnung verrichtet. Bewahren Sie Haltung, der Hund wird nicht verstehen, dass Sie heimkommen und sauer reagieren. Er freut sich wie Bolle, dass Sie endlich wieder da sind, und Sie schimpfen den armen Kerl aus. Eine Verbindung zwischen Ihrer Reaktion und dem Häufchen kann er nicht herstellen. Er ist einfach nur verunsichert.

Es gibt Hunde, die bei jeder Kleinigkeit abgegeben und weitergereicht werden, einfach zum "Wanderpokal" gemacht werden. In den meisten Fällen sind die Besitzer am unerwünschten Verhalten schuld und der Hund muss es ausbaden!

Sollte Ihr Hund das Glück haben, sein Leben bis zu seinem "buchstäblich letzten Atemzug" bei Ihnen verbringen zu dürfen, stehen Sie in der Pflicht, Ihrem Hund bis zur letzten Minute beizustehen und ihn im Sterbeprozeß zu begleiten.

Freizeitvorlieben: Spielen Sie in Ihrer Freizeit gerne Golf oder Tennis und müssen sich nun auch noch um den Hundezuwachs kümmern? Satteln Sie um! Gehen Sie mit Ihrem Hund zum Flyball, machen Sie mit ihm Agility, Suchspiele, Mantrailing, werfen Sie einfach nur Bällchen oder beschäftigen Sie Ihren Hund auf andere Art. Nur......lassen Sie ihn nicht links liegen. Die meisten Hunde freuen sich über Beschäftigung, sie wollen nicht nur rennen, der Kopf muss auch was zu tun bekommen. 20 Minuten Spurensuche macht Ihren Vierbeiner schon richtig müde.

Es gibt heute tolle Intelligenzspiele für Hunde, die man auch zuhause anwenden kann. Ihr Hund wird es Ihnen mit Ausgeglichenheit und Anhänglichkeit belohnen.

Ach ja, Urlaub und Reisen fällt ja auch in die Freizeit! Wenn Sie nicht unbedingt jährlich Flugreisen unternehmen wollen/ müssen, nehmen sie Ihren Hund mit. Dem wird es genau soviel Spaß bringen, mal was Anderes zu sehen und zu riechen, und es gibt mittlerweile wunderbare Feriendomizile, in denen auch Vierbeiner willkommen sind. Wann, wenn nicht im Urlaub hat man richtig Zeit!

Belastbarkeit: Die sollte auf jeden Fall beim Hundehalter vorhanden sein. Der Hund will versorgt werden, egal wie man beruflich oder familiär eingespannt ist, wie krank man sich fühlt etc.

Viele unangenehme Dinge können in den Jahren der Hundehaltung passieren, das Tier entläuft, wird krank, verursacht einen Unfall oder eine Beißerei, fügt sich nur schwer in die Familie ein, hat massive Probleme mit anderen Hunden / Tieren / Radfahrern, Joggern o.ä.

Auch regelmäßige anfallende Kosten können zur Belastung werden. (Futterkosten, Tierarztkosten, Hundehaftpflicht, Hundesteuer etc.)  All dies sollte man sich vor der Anschaffung eines Tieres gut überlegen.

Wenn Sie alles gut durchdacht und geplant haben, steht einer jahrelangen, glücklichen Hundehaltung nichts mehr im Wege.

 

 

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