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                Drittes deutsches Tierregister nun auch bei petmaxx.com vertreten 

Neben Europas größtem Haustierregister TASSO e.V. und dem Register des Deutschen Tierschutzbund ist nun auch das dritte und kleinste Haustierregister Deutschlands - IFTA - als 31. Mitglied bei petmaxx.com, der internationalen Transponder-Meta-Suchmaschine für gefundene Tiere, vertreten.

Philip McCreight von TASSO begrüßt diesen Schritt des in Schwabach ansässigen Unternehmens, weil ab sofort auch Tiere, die bei IFTA registriert sind, im Verlustfall weltweit abfragbar und damit zurückvermittelbar sind.

Dank petmaxx.com kann ein Fundtier auch im Ausland ganz schnell auf Knopfdruck dem Register zugeordnet werden, bei dem es angemeldet ist. Als Finder eines Tieres gibt man einfach die Transpondernummer des Tieres bei petmaxx.com ein und sieht sofort, in welcher nationalen Datenbank das Tier geführt ist. Ein Anruf bei dem entsprechenden Tierregister genügt in der Regel: Das Haustierregister kümmert sich dann um die Rückvermittlung. TASSO ist an der Meta-Suchmaschine seit Bestehen angebunden und konnte dadurch bereits tausende im Ausland entlaufenen Tiere zurückvermitteln.

                        TASSO e.V. Frankfurter Str. 20 - 65795 Hattersheim - Germany
                           Telefon: +49 (0)6190 93 73 00 - Telefax: +49 (0)6190 93 74 00
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                                                Tierschutz und Recht

Hessische Rechts-Onlinedatenbank: für juristische Laien verständlich dargestellt

Seit September 2009 steht allen interessierten Tierfreunden unter www.tierschutz-urteile.de eine Online-Datenbank des hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV) zur Verfügung. 

Dort findet man - gegliedert nach Themengebieten - Fälle und Urteile zu tierschutzrechtlichen Fragen sowie die wichtigsten Gesetze rund um das Tier. "Eine tolle, erste Orientierungshilfe", findet Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO. "Die Datenbank ergänzt auf sinnvolle Weise auch unseren Online-Rechtsberatungs-Service unter www.tasso.net ".

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                                                      Gänse leiden das ganze Jahr

                  Nicht nur am Martinstag und zu Weihnachten: Gänse leiden das ganze Jahr

1,5 Millionen Gänse landen jedes Jahr auf deutschen Tellern. Den wenigsten Menschen ist bewusst, welches Leid die Gans bis zu diesem Zeitpunkt erfahren hat. Denn das Leben einer deutschen Mastgans ist alles andere als schön. Die meiste Zeit ihres ohnehin nur 84 Tage dauernden Lebens verbringt sie bei Kunstlicht in viel zu engen Drahtkäfigen und wird gemästet, um möglichst schnell an Gewicht zuzunehmen.

Ungarn, Polen und Frankreich sind die Hauptlieferanten für diese zweifelhafte Delikatesse, weil die deutsche Produktion die Nachfrage gar nicht mehr decken kann. "Mit der Wahl von Biogänsen weiß man zumindest, dass das Tier im Freien und immerhin einige Monate leben durfte", rät Andrea Thümmel, Pressesprecherin bei TASSO allen Tierfreunden, die auf Fleisch nicht verzichten möchten. Diese ethische Frage muss also jeder für sich entscheiden. 

Das Lebendrupfen der Gänse wird von der Tierschutzorganisation allerdings auf das Schärfste kritisiert. Hier darf es kein "ja, aber" geben. Bis zu vier Mal im Jahr werden den Tieren bei lebendigem Leib und unter starken körperlichen und seelischen Qualen die Daunen ausgerissen. Oft genug werden die Tiere dabei massiv verletzt. Eine Traumatisierung erleiden sie allemal, wie die Tierschutzorganisation Vier Pfoten e.V. berichtet. 

Den Arbeitern sind die Tiere ziemlich egal, es geht um das schnelle Geld und das wird pro gerupfter Gans bezahlt. Leider gibt es kein Gütesiegel, das darüber Auskunft gibt, ob es sich um einen grausamen Lebendrupf oder einen Tod-Rupf, bei dem die Tiere dann zumindest keine Schmerzen erleiden müssen, handelt. Selbst wenn man ein Etikett mit "Tod-Rupf" entdeckt, heißt das nicht, dass die Gans nicht schon ihr ganzes Leben lang gerupft wurde. Da bleibt dem Verbraucher nur eins: Auf Daunenprodukte in Zukunft ganz zu verzichten!

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                   Herbstgrasmilben Wenn Hunde und Katzen sich ständig kratzen

Nicht immer sind Flöhe im Spiel, wenn sich unsere Vierbeiner unentwegt kratzen. Es kann sich auch um einen Befall mit Herbstgrasmilben handeln. Die Herbstgrasmilbe gehört zu den Spinnentieren, sie ist weltweit verbreitet und findet sich häufig auf Wiesen und in Gärten. Jetzt im Herbst schlüpfen die Larven der Milbe und lauern bevorzugt auf Grashalmen auf ihre Opfer. Die erkennen sie am Geruch, Hunde und Katze gehören ebenso dazu wie Menschen.

Die Larven lassen sich von den Grashalmen abstreifen und suchen dann ein geschütztes Plätzchen, wo sie mit ihren Mundwerkzeugen die Haut anbohren. Dabei sondern sie ein Sekret ab, das die unteren Hautschichten auflöst. Diese Mischung dient ihnen dann als Nahrung. Herbstgrasmilben saugen zwar kein Blut wie Flöhe oder Zecken, die Folgen für das Opfer sind aber vergleichbar: Das Immunsystem reagiert auf den Speichel der Parasiten mit stark juckenden Quaddeln. Gerade sehr junge Milben sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen, sie sind gerade mal 0,3 Millimeter groß.

 Um festzustellen, ob Hunde oder Katzen befallen sind, legt man neben ihren Schlafplatz ein großes Stück weißes Papier. Das lockt die Tiere an und verrät ihre Anwesenheit. Zur Behandlung befallener Tiere sollte das Fell zunächst sorgfältig ausgebürstet und die Haut anschließend mit einem geeigneten chemischen Mittel aus der Apotheke oder vom Tierarzt eingerieben werden. "Obwohl in vielen Online-Foren dafür geworben wird: Neemöl – das Öl des Neembaums – hilft nur gegen die Eier der Herbstgrasmilben, und die liegen im Gras",  erklärt Dr. Rolf Wilcken, Leiter der Abteilung Kleintiere der Tierklinik Hochmoor im münsterländischen Gescher. "Bereits geschlüpften Tieren und solchen, die im Fell sitzen, kann es nichts anhaben."

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Leben retten von Mund zu Schnauze            Was tun beim Autounfall mit einem Tier  

Der Winter birgt durch Matsch, Schnee und Glätte auf den Straßen sowie eine oft schlechte Sicht ein erhöhtes Verkehrsunfallrisiko. Auch unsere Haustiere können so in lebensgefährliche Situationen geraten und benötigen Erste Hilfe. In diesem Fall ist schnelles Handeln gefragt – vor allem aber Ruhe bewahren.

Zuerst müssen Atmung und Herzschlag überprüft werden. Ist trotz freier Atemwege keine Atmung erkennbar, muss das Tier künstlich beatmet werden. Das heißt: einatmen und dem Tier die Luft pro Minute zehn Mal durch seine Nase zuführen, bis sich der Brustkorb hebt. Bei ausgesetztem Herzschlag braucht das Tier eine Herzmassage. Auf einem festen Untergrund gelagert und auf seine rechte Körperseite gelegt, wird 100 Mal pro Minute Druck auf den Brustkorb ausgeübt, zehn Mal pro Minute unterbrochen von künstlicher Beatmung. Ein Trick hilft, die richtige Position des Herzens zu finden: Das linke Vorderbein wird leicht angewinkelt, sodass es auf das linke untere Viertel des Brustkorbs deutet. Der Ansatzpunkt für die Herzmassage ist direkt unter dem Ellenbogen.

Blutende Wunden müssen gesäubert werden. Durch das Entfernen des Fells wird der Zugang zur Wunde erleichtert. Verschmutzungen müssen ausgespült werden. Mit einer fusselfreien Gaze wird die verletzte Stelle trocken getupft und ein Verband angelegt. Lässt sich die Blutung nicht stillen, muss ein Druckverband angelegt werden. Hierzu wird ein Päckchen Verbandmull auf die Wunde gedrückt und mit einer elastischen Binde, notfalls auch mit einem Gürtel oder Schal, fixiert. Achtung: Bleibt ein Druckverband länger als eine Stunde liegen, können Gewebeschädigungen aufkommen. Egal, zu welcher Maßnahme Sie greifen müssen: In der Regel reicht die Ausstattung des Erste-Hilfe-Sets, das Sie in Ihrem Fahrzeug haben.

Apathisches Verhalten, sinkende Körpertemperatur und eine erhöhte Atem- und Herzfrequenz können Anzeichen für einen Schock sein. Die normale Körpertemperatur von Hund und Katze liegt zwischen 38 und 39 Grad Celsius. Kritisch wird es bei Werten unter 36 Grad Celsius und mehr als 40,5 Grad Celsius. Besonders Unterkühlung muss entsprechend versorgt werden.

Leider passiert es immer wieder, dass Hunde und Katzen nach einem Autounfall panikhaft die Flucht ergreifen und nicht mehr auffindbar sind. „Wichtig ist, dass das Tier gechippt und zum Beispiel bei TASSO registriert ist. Im Schnitt vermitteln wir alle 10 Minuten ein vermisstes Tier zurück – etwa 60.000 Tiere pro Jahr“, erklärt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., die mit knapp 7,6 Millionen registrierten Tieren das größte Haustierzentralregister in Europa betreibt.
 

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                  TASSO e.V. verrät die beliebtesten Hunde- und Katzennamen 2014  

Den richtigen Hundenamen zu kennen, kann dem Gespräch mit dem bis dahin noch unbekannten Hundehalter auf der Straße oder im Park Tür und Tor öffnen. Wer es zunächst einmal mit Luna oder Rocky versucht, hat die größte Chance, damit richtig zu liegen.

Auch 2014 gibt es bei der Wahl des Namens für den tierischen Liebling wieder klare Favoriten. TASSO e.V. verrät, welche Namen bei Hunden und Katzen die Nase vorn haben. Basis der Tiernamenhitliste ist die TASSO-Datenbank, in der mittlerweile mehr als 7,6 Millionen Tiere registriert sind, um sie im Fall des Entlaufens wieder an seine Besitzer zurückzuvermitteln.

Am liebsten nannten Tierhalter 2014 ihre Hunde Luna (weiblich) und Rocky (männlich). Katzen wurden besonders häufig auf die Namen Lilly (weiblich) und Felix (männlich) getauft. „Felix ist seit mehr als 30 Jahren der beliebteste Name für Kater“, erzählt Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V. „Das haben Recherchen in unserer Datenbank ergeben, die wir seit über 30 Jahren führen.“ Bei Katzen hingegen gab es eine Verschiebung. Sie hießen früher überwiegend Minka. Im vergangenen Jahr belegten Platz 2 und 3 bei den Katzen Luna und Mia (weiblich) sowie Leo und Simba (männlich).

Auf Platz 2 und 3 bei den Hunden landeten Emma und Bella (weiblich) sowie Sammy und Max (männlich). Philip McCreight: „Sehr interessant ist, dass Luna seit mittlerweile sieben Jahren unangefochtener Spitzenreiter unter den weiblichen Hundenamen ist.“ In den Anfangsjahren von TASSO e.V. hießen Hunde meist Bobby oder Susi.

Die Hitliste legt auch offen, dass Tierfreunde ihren Haustieren sehr oft menschliche Namen geben. „Die Beziehung zwischen Mensch und Tier hat sich im Laufe der Jahre grundlegend geändert“, erklärt Philip McCreight dieses bereits länger andauernde Phänomen.
„Wir bei TASSO erleben jeden Tag, wie wichtig das eigene Tier für den Menschen ist. Und diese manchmal sehr besondere Beziehung schlägt sich auch in der Namensgebung nieder."

Die TASSO-Hitliste der zehn beliebtesten Tiernamen 2014 und eine Übersicht der beliebtesten Tiernamen der Jahre 2008 bis 2013 finden Sie unter https://www.tasso.net/Service/Wissensportal/Tiernamen 

In eigener Sache:
TASSO ruft anlässlich des vierten Geburtstages seines Online-Tierheims shelta zur großen Mitmachaktion „Ich war mal ein Tierschutztier – heute lebe ich bei dir“ auf. Tierfreunde können die Fotos ihrer Tierschutztiere einsenden und uns mitteilen, was ihr Tier in ihren Augen zu einem ganz besonderen Familienmitglied macht. Eine dreiköpfige Jury um shelta-Schirmherrin Diana Eichhorn sucht aus allen Einsendungen die vier schönsten Fotos aus, die Teil der shelta-Kommunikation, beispielsweise auf Facebook, werden.

Teilnahme unter
www.shelta.net/mitmachaktion
  

 

   

                                            Niemand hat etwas zu verschenken


TASSO e.V. weist auf Betrugsmasche mit Kamerunwelpen und Wühltischwelpen-Problematik hin
 

Ein Leben ohne Hund ist für viele Tierfreunde unvorstellbar. Aus unterschiedlichen Gründen entscheiden sich viele Menschen für den Einzug eines Welpen. Oft suchen sie eine bestimmte Rasse oder möchten das Hundeleben von Anfang an begleiten.

Es gibt nichts umsonst: Betrugsmasche Kamerunwelpen


Die Möglichkeiten, einen zur Familie passenden Hundewelpen zu finden, sind vielfältig. Allen gemein ist, dass vor allem seriöse Züchter die Ausgaben für die Pflege, Aufzucht, Sozialisation und die medizinische Vorsorge ihrer Schützlinge dem zukünftigen Halter in Rechnung stellen. Diese fällt oft höher aus, als manch Interessent es vorher erwartet hat. Auf der Suche nach günstigeren Alternativen stoßen Interessenten, die einen Welpen kaufen möchten, im Internet meist schnell auf dubiose Angebote. Weit verbreitet ist dabei seit Jahren das Angebot von Kamerunwelpen: Bei dieser Betrugsmasche sitzen die Hintermänner in Kamerun und sind so Namensgeber der Abzocke. Mittlerweile haben längst auch Betrüger in anderen Ländern die Vorgehensweise übernommen. In letzter Zeit haben uns Nachrichten enttäuschter Tierfreunde erreicht, die einen Welpen aus Kamerun aufnehmen wollten.

Und so läuft das betrügerische Geschäft ab: Welpen werden in Internetanzeigen als zu verschenken inseriert. Möchte ein Tierfreund einen solchen Welpen übernehmen, muss er zunächst die Transportkosten im Voraus bezahlen. Regelmäßig meldet sich dann der Anbieter erneut und fordert weiteres Geld für Flughafen- oder Zollgebühren, Versicherungen, tierärztliche Bescheinigungen oder Einreiseformulare, da sonst der Welpe nicht ausgeliefert werden könne. „Am Ende hat der geschädigte Tierfreund einen drei- oder vierstelligen Eurobetrag per anonymen Bargeldtransfer bezahlt, und der Anbieter löst sich in Luft auf. Das überwiesene Geld ist unwiederbringlich verschwunden“, fasst Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher bei TASSO, den typischen Hergang zusammen. „In verschiedenen Online-Kleinanzeigen werden immer wieder kostenlos Welpen, überwiegend kleine Rassen wie Chihuahuas oder Yorkshire-Terrier, aus Kamerun oder anderen Ländern angeboten. Die Gründe der Abgabe sind verschieden, suggerieren aber immer Dramatik oder Dringlichkeit. Die angebotenen Welpen existieren jedoch in Wirklichkeit gar nicht.“

Auch billig hat seinen Preis: Wühltischwelpen

Ein weiteres Problem ist der Verkauf von sogenannten Wühltischwelpen. Ihr Erwerb kostet Geld. Sie werden von Hundevermehrern, meist aus Osteuropa, zu sehr günstigen Preisen über das Internet verkauft. Im Unterschied zu den Kamerunwelpen existieren diese Hunde auch wirklich. Aber das macht die Sache nicht besser: In der Regel kommen sie unter tierquälerischen Verhältnissen zur Welt, werden der Mutter zu früh entzogen, damit der Niedlichkeitsfaktor noch hoch genug ist und haben somit keine Chance auf eine artgerechte Sozialisation. Zudem sind diese Welpen nicht geimpft, meist krank, manchmal sogar todkrank, denn es findet keine medizinische Vorsorge beziehungsweise Versorgung statt. „Was für Käufer von Wühltischwelpen oftmals folgt, sind teure Tierarztbesuche, in der Hoffnung, dem Hund doch noch ein gesundes und fröhliches Leben zu ermöglichen. Doch leider stirbt etwa jeder fünfte Wühltischwelpe noch bevor er sechs Monate alt wird“, schildert Ruckelshaus die dramatische Situation dieser Hunde und ihrer Halter.

Tasso rät: Vertrauen Sie nur seriösen Züchtern, Tierschutzorganisationen und Tierheimen. Unter www.tasso.net/wuehltischwelpen stellen wir ihnen die Grundkriterien für seriöse Züchter zusammen. Schauen Sie auf der Suche nach einem neuen Haustier auch im TASSO-Onlinetierheim www.shelta.net vorbei. Hier warten zahlreiche Hunde, auch Rassehunde und Welpen, sehnsüchtig auf ein neues Zuhause.

TASSO klärt auf: Einladung zum Rathausgespräch „Welpenhandel“

Wer mehr zum Thema Welpenhandel erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, am 26. Februar 2015 nach Wiesbaden zu kommen. Im Rathausgespräch werden unter anderem die Risiken beim Welpenkauf über das Internet oder auf Parkplätzen thematisiert. Neben dem tierschutzpolitischen Sprecher von TASSO Mike Ruckelshaus, der die Arbeitsgemeinschaft "Welpenhandel" vetritt, gehen Astrid Wallmann MdL (Tierschutzpolitische Sprecherin der CDU-Rathausfraktion), Dr. Madeleine Martin (Landestierschutzbeauftragte des Landes Hessen) und Henriette Hackl (Vorsitzende des Tierschutzvereins Wiesbaden) ins gemeinsame Gespräch und stellen sich Ihren Fragen. Die Moderation übernimmt Dr. Claudia Ludwig (Fernsehjournalistin, bekannt unter anderem durch „Tiere suchen ein Zuhause“/WDR, „Herrchen gesucht“/HR).

Wann: Donnerstag, 26. Februar 2015, um 18.30 Uhr
Wo: Rathaus Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, Raum 301
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

In eigener Sache
TASSO ruft anlässlich des vierten Geburtstages seines Online-Tierheims shelta zur großen Mitmachaktion „Ich war mal ein Tierschutztier – heute lebe ich bei dir“ auf. Tierfreunde können die Fotos ihrer Tierschutztiere einsenden und uns mitteilen, was ihr Tier in ihren Augen zu einem ganz besonderen Familienmitglied macht. Eine dreiköpfige Jury um shelta-Schirmherrin Diana Eichhorn sucht aus allen Einsendungen die vier schönsten Fotos aus, die Teil der shelta-Kommunikation, beispielsweise auf Facebook, werden.

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                     Ihre persönliche TASSO-Rückvermittlungsgeschichte gesucht

 

Jährlich vermittelt TASSO e.V. rund 60.000 entlaufene Tiere an ihre Halter zurück. Im Schnitt findet alle zehn Minuten ein Hund, eine Katze oder ein anderes Tier mithilfe der TASSO-Notrufzentrale wieder nach Hause.

Unter allen glücklichen Rückkehrern suchen wir für die Sommerausgabe 2015 der TASSO-Informationszeitschrift DER TIERNOTRUF die außergewöhnlichste und ergreifendste Rückvermittlungsgeschichte des letzten Jahres.

Wenn auch Ihr Tier zu den 60.000 Glückspilzen gehört, die letztes Jahr durch TASSO zurückvermittelt wurden, laden wir Sie ein, Ihre Rückvermittlungsgeschichte mit uns und den Lesern von DER TIERNOTRUF zu teilen. Ob im Auslandsurlaub entlaufen und wieder zurückvermittelt, oder jahrelang auf Wanderschaft und schlussendlich wieder nach Hause gefunden – die Geschichten sind so vielfältig wie die Tiere, die sie erleben.

„Wir erleben tagtäglich die bewegenden Momente, wenn ein Tierhalter nach einer anstrengenden Zeit voller Hoffen und Bangen den erlösenden Anruf bekommt, dass sein Tier gefunden wurde. Manchmal fließen Tränen, manchmal wird voller Freude ins Telefon gekreischt und manchmal wird mehrmals ungläubig nachgefragt, ob es tatsächlich wahr sein könne, dass das Tier gefunden wurde“, fasst Fani Natsina, Mitarbeiterin der TASSO-Notrufzentrale, die Spannweite der freudigen Reaktionen zusammen. „Diese Menschen mit ihren geliebten Tieren wieder zusammenzuführen und an ihrer Freude teilhaben zu dürfen, gibt uns sehr viel Kraft für unseren Einsatz rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr.“

„Wir tragen dafür Sorge, dass so viele Tierfreunde wie möglich von der Möglichkeit einer Tier-Registrierung erfahren und diese auch nutzen. Und wer kann da ein größerer Fürsprecher sein, als die vielen Glückspilze, die ihr entlaufenes Tier endlich wieder in die Arme schließen konnten. Momentan sind 7,6 Millionen Tiere bei TASSO registriert und somit im Ernstfall geschützt. Denn man kann kein Tier vor dem Weglaufen schützen – aber davor, nicht zurückzukommen“, fügt TASSO-Leiter Philip McCreight hinzu.

Mitmachen unter: 
www.tasso.net/TIERNOTRUF-Titelstory
 

  

                  Unterschätzte Gefahr - TASSO warnt davor, Hunde vor dem Geschäft
                                                  angeleint warten zu lassen

  

Eigentlich möchte man nicht viel einkaufen, drei Minuten müssten reichen: schnell ins Geschäft, nach einer Packung Salz, einem Kilogramm Zucker und einem Glas Gurken greifen und zur Kasse hasten, denn schließlich wartet der Hund vor dem Eingang.

Immer wieder erreichen die Mitarbeiter der TASSO-Notrufzentrale Meldungen, dass Hunde, die für einen kurzen Moment vor dem Laden angeleint wurden, verschwunden sind. „Das ist eine stark unterschätzte Gefahr“, erklärt TASSO-Leiter Philip McCreight, der sich seit über 30 Jahren für die Rückvermittlung verschwundener Tiere einsetzt. Hundehalter, die ihr Tier vor Geschäften anleinen, gehen dabei gleich drei Risiken ein. So kann
der geliebte Vierbeiner gestohlen werden: Kriminelle können die Situation beobachten und blitzschnell zuschlagen. Der Hund ist in den allermeisten Fällen unwiederbringlich weg. Auch muss man sich bewusst machen, dass es viele Hundehasser gibt, die dem Hund unbemerkt einen Giftköder anbieten können. Hat der Hund nicht gelernt, Futter von Fremden abzulehnen, kann ein dreiminütiger Einkauf das Tier unter Umständen sein Leben kosten. Zuletzt muss man auch immer davon ausgehen, dass der angeleinte Hund von Passanten bedrängt werden kann. Da die Länge der Leine keine ausreichende Rückzugsmöglichkeit bietet, kann es passieren, dass er aus Angst zuschnappt und so eine unnötige Konfliktsituation losgetreten wird.

Vor Geschäften angeleinte Hunde können zudem auch selbst als Gefahr wahrgenommen werden: Für  Menschen, die Angst vor
Hunden haben, kann das Betreten eines Geschäftes, dessen Eingangstür scheinbar von einem Hund bewacht wird, zur stressigen und vielleicht sogar unmöglichen Herausforderung werden.  

TASSO empfiehlt: Nehmen Sie Rücksicht auf die Sicherheit Ihres Hundes und auf Ihre Mitmenschen. Sofern es die Wetterbedingungen zulassen, kann der Hund einen kurzen Zeitraum im Auto warten. Am besten ist der Hund jedoch immer zu Hause aufgehoben.

In eigener Sache

TASSO sucht Ihre persönliche TASSO-Rückvermittlungsgeschichte für den TIERNOTRUF

Haben Sie im letzten Jahr Ihr Tier vermisst? Und ist Ihr tierischer Liebling mithilfe von TASSO wieder zu Hause? Dann ist Ihre Erfolgsstory vielleicht genau die richtige Geschichte für unsere kommende Ausgabe von DER TIERNOTRUF. Erzählen Sie uns, was Ihnen und Ihrem Tier passiert ist, und von dem Glück, wieder vereint zu sein. Lassen Sie andere daran teilhaben. Mitmachen unter: www.tasso.net/TIERNOTRUF-Titelstory
 

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                    Wenn die Blutsauger kommen – Frühlingszeit ist Zeckenzeit
                                     TASSO e.V. gibt Tipps zur Vorsorge
 

Was wir im Winter ungestört genießen können, wird im Frühjahr regelmäßig zum Hürdenlauf: ein Spaziergang durch Wald und Flur. Ob der Hund über die Wiese tobt oder die Freigängerkatze nach ihrem Rundgang nach Haus kommt: Die Tiere sollten zeitnah nach Zecken abgesucht werden. Denn steigen die Temperaturen regelmäßig auf etwa 7 Grad, erwachen die Parasiten aus ihrer Winterruhe.

Die hungrige Zecke und ihre Taktik

Auf der Suche nach der nächsten Mahlzeit bedienen sich Zecken zweier Strategien. So lauert beispielsweise der Gemeine Holzbock in Wiesen und Sträuchern auf sein Opfer und wartet nur darauf, sich an das vorbeilaufende Tier oder den Mensch heften zu können. Die Braune Hundezecke hingegen gehört zu den Jägern unter den Zecken, die sich aktiv auf die Suche nach einem passenden Wirt macht. Sie
ist in allen Mittelmeerländern zu Hause und wird meist aus dem Urlaub mitgebracht. Deutsche Winter überlebt sie zwar nicht, kann jedoch in beheizten Räumen, wie zum Beispiel Wohnungen, fortbestehen und sich schlimmstenfalls auch fortpflanzen.

Hat die Zecke den Sprung auf den Hund oder die Katze geschafft, begibt sie sich auf die Suche nach einer passenden Einstichstelle. Bevorzug werden schwach behaarte, dünnhäutige und gut durchblutete Körperregionen, wie beispielsweise Ohren, Hals, Bauch und Schenkelinnenseiten, sowie die Zehenzwischenräume. Schauen Sie bei der Zeckensuche an diesen Stellen zuerst.

Achtung Infektionsrisiko

Zwar geht nicht von jeder Zecke eine
Gefahr für Gesundheit und Leben aus. Mit der Übertragung von Krankheitserregern muss man aber immer rechnen. Dabei gilt: Je länger die Zecke am Blut des Hundes oder der Katze saugt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass lebensgefährliche Erreger übertragen werden. Aus diesem Grund ist es ratsam, immer beispielsweise einen Zeckenhebel bei sich zu tragen, um schnellstmöglich reagieren zu können.

Kleiner Biss, großer Schaden: Lyme-Borreliose bei Hunden

Es gibt eine Reihe von Krankheiten, die aufgrund von Zeckenstichen auftreten und oft tödlich verlaufen. Die am weitesten durch Zecken verbreitete Krankheit ist die Lyme-Borreliose, die durch den Gemeinen Holzbock übertragen wird und zumeist bei Hunden auftritt.

Zwar können Hunde ab dem Alter von zwölf Wochen vorsorglich gegen Lyme-Borreliose geimpft werden, ein vollständiger Schutz gegen diese Krankheit lässt sich dadurch jedoch nicht erreichen. Aufpassen sollten Tierhalter in ganz Deutschland, denn zwischen fünf und 35% der Zecken tragen Borrelien in sich.
„Wenn sich ein Tier angesteckt hat, bricht die Krankheit nach einer Inkubationszeit von zwei Wochen bis zu fünf Monaten aus und führt unter anderem zu Fieber, Schmerzen und Entzündungen der Gelenke sowie Lähmungen der Beine. Der Verlauf kann beschwerdefrei bis hin zu schwer und sogar tödlich endend sein. Typisches Symptom für eine Borrelien-Infektion ist die sogenannte Wanderröte rund um die Einstichstelle herum. Allerdings kann sie bei Hund und Katze durch das Fell oder eine Hautpigmentierung verdeckt sein, oder auch gar nicht auftreten“, erklärt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Schmidt.

Bereits beim ersten Verdacht muss das Tier unverzüglich dem Tierarzt vorgestellt werden, der entsprechende Tests durchführt. Während der Therapie erhält das Tier etwa 30 Tage lang Antibiotika. Werden nicht alle Bakterien abgetötet, kann die Erkrankung chronisch verlaufen und immer wieder in Schüben auftreten.

Vorbeugung und Nachsorge

Der Tierbedarfsmarkt bietet eine große Fülle an abweisenden und mitunter abtötenden Antizeckenmitteln. Am besten beraten sind Tierhalter jedoch, wenn sie ein Anti-Zeckenmittel beim Tierarzt kaufen, weil die verschiedenen Zeckenarten auch aufgrund ihrer Rezeptoren nicht gleich gut von den Zeckenmitteln abgeschreckt werden und hier eine gute Beratung sehr wichtig ist. Jeder Tierhalter sollte sich umfassend über Wirkung und eventuelle Nebenwirkungen informieren. Auch, wenn es in den Urlaub geht, ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam.

Entdeckt der Halter trotz Vorsorge eine Zecke am Tier, muss sie schnellstmöglich entfernt werden. Nutzen Sie hierfür eine Zeckenzange, -karte,  einen
Zeckenhebel oder lösen Sie sie mit den Fingern, ohne sie zu quetschen. Um sicher zu gehen, dass Sie das ganze Tier entfernen und nicht etwa der Kopf des Parasiten in der Wunde stecken bleibt, sollten Sie die Zecke nicht herausdrehen, sondern vorsichtig herausziehen. Von Hausmitteln aller Art ist abzuraten.

In eigener Sache

Es sind noch Plätze frei: TASSO e.V. lädt in
Zusammenarbeit mit ausgewählten Experten zu Abendvorträgen ein:


„Hilfe, meine Katze spinnt!“, am 17. April
„Leben Vegetarier und Veganer gesünder?“, am  23. April

Näheres und Anmeldung unter
www.tasso.net/Veranstaltungskalender

TASSO sucht Ihre persönliche TASSO-Rückvermittlungsgeschichte für den TIERNOTRUF

Haben Sie im letzten Jahr Ihr Tier vermisst? Und ist Ihr tierischer Liebling mithilfe von TASSO wieder zu Hause? Dann ist Ihre Erfolgsstory vielleicht genau die richtige Geschichte für unsere kommende Ausgabe von DER TIERNOTRUF. Erzählen Sie uns, was Ihnen und Ihrem Tier passiert ist, und von dem Glück, wieder vereint zu sein. Lassen Sie andere daran teilhaben.

Mitmachen unter:
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Breaking News  

30.000 Stimmen für das Wohl
von Haus- und Wildtieren eingereicht

Unterschriftenübergabe für Jagdreform in Nordrhein-Westfalen
 

Im Herbst vergangenen Jahres haben wir Sie über die Novellierung des Jagdgesetzes in Nordrhein-Westfalen informiert. Gleichzeitig haben wir Ihnen unsere Resolution für ein ökologisches Jagdgesetz in Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Gemeinsam mit dem BUND, dem Deutschen Tierschutzbund und vielen weiteren Tier- und Naturschutzverbänden haben wir um Ihre Stimme für eine Ausrichtung des Jagdgesetzes am Tier- und Naturschutz gebeten.

Nach einem halben Jahr ist diese Resolution nun abgeschlossen, und wir freuen uns, dass sich insgesamt 30.000 Menschen daran beteiligt haben. Besonderer Dank gilt unserer TASSO-Gemeinschaft, die sich mit rund 15.000 Stimmen für das Wohl von Haus- und Wildtieren eingesetzt hat.

Heute haben Vertreter von TASSO e.V., BUND und animal public die Unterschriftensammlung für ein ökologisches Jagdgesetz der Landtagspräsidentin Carina Gödecke überreicht. „Die Unterschriften zeigen, dass es für eine konsequente Novelle des Jagdgesetzes landauf landab eine breite Unterstützung in der Bevölkerung gibt“, konstatiert Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher von TASSO. Der Versuch, den ländlichen Raum gegen die Jagdgesetznovelle zu instrumentalisieren, sei damit gescheitert.

Die Landesregierung hat zwar mit der Jagdgesetznovelle den richtigen Weg eingeschlagen. Der derzeit vorliegende Jagdgesetzentwurf ist jedoch ein Kompromiss zwischen den unterschiedlichen Interessensgruppen der Jagd, des Forstes und des Tier- und Naturschutzes. Wir hoffen, dass im weiteren parlamentarischen Verfahren deutlich mehr ökologische Akzente gesetzt werden und der Tierschutz angemessen berücksichtigt wird.

Die Resolution finden Sie unter
www.bund-nrw.de/jagd
 

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TASSO-Newsletter

03.04.2015

„Mama, ein Wau-Wau!“
Eine ganz besondere Beziehung zwischen Tier und Kleinkind

Die Liebe zu Tieren ist wohl allen Kindern in die Wiege gelegt. Meist gehören ein lautes „Wau-Wau“ oder ein lang gezogenes „Miau“ zu den ersten Wörtern, die ein Kind freudig vor sich hinplappert.

Schnell wächst in vielen Kinderherzen der Wunsch nach einem eigenen Haustier. Eltern scheuen jedoch so manches Mal den Weg ins Tierheim. Relativ unkompliziert können sie sich jedoch vom heimischen Sofa aus im
Online-Tierheim shelta von TASSO über ihr Wunschtier vorab informieren.

Die ganze Familie kann von einem Leben mit einem Haustier profitieren. Verschiedene Untersuchungen führen eine besonders positive kindliche Entwicklung auf das Zusammenleben mit Tieren zurück: So fallen diese Kinder im Vergleich zu Altersgenossen ohne Haustiere weniger häufig durch aggressives Verhalten auf und sind im Allgemeinen emotional ausgeglichener und einfühlsamer ihrer Umwelt gegenüber. Tierhalter wundert das nicht, denn bereits das krabbelnde Kind wird an den umsichtigen Umgang mit dem tierischen Hausgenossen herangeführt, sobald es nach dem wedelnden Hundeschwanz greifen möchte. Zudem lernen die Kleinen ganz nebenbei, Verantwortung zu übernehmen: Da wird aus der täglichen Fütterung ein liebevolles Ritual zwischen Kind und Haustier, auf das sich beide freuen. Für Stadtkinder ist das Haustier auch oftmals der einzige Bezug zur Tierwelt und Natur. Spaziergänge und Herumtollen mit dem Hund sorgen somit für die Extraportion frische Luft.

Die Entscheidung für ein Haustier sollte jedoch nie überstürzt und aus dem Bauch heraus getroffen werden. Schließlich stehen in erster Linie die Eltern in der Pflicht, dem Tier gerecht zu werden. Ganz egal, welches Tier in die Familie aufgenommen werden soll: Über die jeweiligen Bedürfnisse muss man sich im Vorhinein informieren. Und schließlich bereitet jedes Tier Arbeit. „Unser Familienhund Ben ist für meine Kinder eine echte Bereicherung, sorgt aber so manches Mal für Wirbel, wenn er zum Beispiel nach dem Gassigang total nass und matschig über den frisch gewischten Flurboden rennt. Da sehen die Kinder die direkte Verbindung zwischen Haustier und Sauberkeit, und den Aufwand, der dazwischen steht“
, schmunzelt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO, Familienvater und Hundehalter.

Ein Haustier begleitet Kinder und Eltern meist über Jahre hinweg und wird oft zum allerbesten Freund. Plötzlich kann es aber passieren, dass der Hund oder die Katze wegläuft und die Familie traurig zurücklässt. Wir von TASSO versuchen, das dadurch entstehende Leid zu lindern. Denn man kann kein Tier vor dem Weglaufen schützen – aber davor, nicht zurückzukommen.

 © Copyright TASSO e.V.

 

Presse-Mitteilung

23.04.2015

Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche
3 Millionen Tiere leiden in deutschen Laboren

Zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche am 24. April fordern die bundesweiten Organisationen TASSO e.V., Ärzte gegen Tierversuche und der Bund gegen Missbrauch der Tiere von der Politik, nicht länger Milliarden Steuergelder in Tierversuche zu investieren. Im Sinne von Mensch und Tier ist eine Kehrtwende hin zu einer ethischen und sinnvollen Forschung ohne Tierleid einzuleiten.

Nach Aussage der Vereine gleichen Tierversuche einem Lotteriespiel mit immensem Risiko, da Ergebnisse nicht zuverlässig vom Tier auf den Menschen übertragen werden können. So gehen in Deutschland jährlich mindestens 58.000 Todesfälle auf das Konto von Arzneinebenwirkungen. Trotz oder gerade aufgrund der zuvor durchgeführten Tierversuche konnten die fatalen Folgen nicht erkannt werden. Der amerikanischen Arzneimittelbehörde (FDA) zufolge versagen am Menschen 92 Prozent der zuvor am Tier getesteten Medikamente.

Neben der wissenschaftlichen Unzulänglichkeit des tierexperimentellen Systems führen die Tierversuchsgegner ethische Aspekte ins Feld. In deutschen Laboren sterben Jahr für Jahr mindestens drei Millionen Mäuse, Ratten, Kaninchen, Fische, Hunde, Affen und viele andere Tiere unter dem Deckmantel des medizinischen Fortschritts. Vielfach jedoch geht es um das Ausleben fragwürdiger Forscherinteressen. So wird untersucht, was im Gehirn von genmanipulierten Mäusen passiert, wenn sie beim Geruch von Fuchskot vor Angst erstarren. Ratten werden gezwungen, bis zur Erschöpfung zu schwimmen, um eine Depression zu attestieren, wenn das Tier aufgibt. Affen werden Elektroden in das Gehirn getrieben, um zu studieren, wie das Tier nach Forscherwunsch Aufgaben am Bildschirm erledigt.

Tierversuche werden jährlich mit Milliarden Euro aus öffentlichen Geldern finanziert, wohingegen die tierversuchsfreie Forschung mit nur rund vier Millionen Euro gefördert wird. Zum Vergleich: In München entstehen derzeit drei neue Labore für 190 Millionen Euro, das Labor des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems kostet rund 300 Millionen und das des Max-Delbrück-Centrums in Berlin etwa 61 Millionen Euro.

Die Vereine fordern die Abschaffung des Systems Tierversuch zugunsten einer ethisch verantwortbaren Wissenschaft, die beispielsweise mittels Computersimulationen, Forschung an menschlichen Zellen, Biochips sowie Bevölkerungsstudien zu klinisch relevanten Ergebnissen kommt und gleichzeitig Tierleid vermeidet. Eine Umwidmung der für Tierversuche verschwendeten Steuermilliarden in tierversuchsfreie Verfahren sei ein erster sinnvoller Schritt.

Der Internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche geht auf den Geburtstag von Lord Hugh Dowding zurück (24.4.1882 bis 15.02.1970), der sich im Britischen Oberhaus für den Tierschutz einsetzte. Tierrechtler weltweit begehen diesen Tag mit Aktionen, um auf das Leid der Tiere aufmerksam zu machen.

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TASSO-Newsletter

07.05.2015

Wenn Halter zusammenhalten,
haben Hunde mehr Spaß

Am liebsten begleiten unsere Hunde uns überall hin. Aufgeregt wedeln sie mit dem Schwanz, sobald Herrchen oder Frauchen zu den Schuhen greift und freuen sich über jeden noch so kleinen Ausflug.
 
Allerdings ist es nicht immer möglich, den geliebten Vierbeiner mitzunehmen. Manchmal ist es sogar sinnvoller, wenn er zu Hause bleibt. So beispielsweise beim Einkauf: Obwohl es immer noch weit verbreitet ist, rät TASSO dringend davon ab,
Hunde vor dem Geschäft warten zu lassen. Den Hund im Auto lassen, ist da keine Alternative: Ab bereits frühlingshaften Temperaturen kann das Auto zur tödlichen Falle werden.

Ungern allein


Nicht nur der Kinobesuch oder Ausflug in einen Freizeitpark, sondern auch spontane Überstunden im Büro oder ein ungeplanter Krankenhausaufenthalt können dafür sorgen, dass Abwesenheitszeiten in zumutbarer Weise überbrückt werden müssen. Deshalb ist es sinnvoll, das Alleinbleiben von Anfang an zu trainieren. Beginnen Sie mit kleinen Schritten: Verlassen Sie den Raum für einen kurzen Moment und schauen Sie, wie Ihr Hund reagiert. Bleibt er entspannt, steigern Sie langsam die Zeit, ohne ihn zu überfordern. Mit der Zeit erkennt der Vierbeiner das Muster und verlässt sich darauf, dass Sie zurückkommen. Und Sie haben den wichtigsten Schritt getan: Ein gut vorbereiteter Hund, der Vertrauen in seinen Halter hat, wird so auch wenige Stunden allein zu Hause bleiben können.

Es geht auch anders


Meist ohne es zu wissen haben Hundehalter die großartige Möglichkeit, ein starkes Netzwerk zu gründen. Wer einen Hund hat, wird bestätigen, dass der regelmäßige Spaziergang zu vielen neuen Bekanntschaften führt. Schnell kommt man mit anderen Gassigehern ins Gespräch, erfragt Namen und tauscht Kontaktdaten aus.

Hundehalter verbindet nicht nur die gemeinsame Wahl des Haustieres, sondern auch die damit verbundenen Herausforderungen des Alltags. Haben Sie Menschen kennengelernt, mit denen Sie den Spaziergang gerne absolvieren, und haben sich auch die Hunde aneinander und an die jeweils andere Person gewöhnt, nutzen Sie diesen tollen Umstand! Besprechen Sie die Möglichkeiten, sich bei der Hundebetreuung gegenseitig zu unterstützen, indem Sie bei Bedarf den jeweils anderen Hund zu sich nehmen. Auf diese Weise tragen Sie zur Lebensqualität Ihres Hundes bei, der seine Zeit mit einem liebgewonnenem Artgenossen und einem sorgenden Menschen verbringen darf.

Wichtig ist, dass Sie den Hunden genügend Zeit geben, ihr jeweiliges Gegenüber gut kennenzulernen. Auch diese neue Situation muss geübt werden. Beginnen Sie mit kurzen Abwesenheitszeiten, die Sie nach und nach steigern. Entwickelt sich alles zu Ihrer und des Hundes Zufriedenheit, sind Sie auf einem guten Weg, auch mal für eine längere Zeit, Ihren Hund betreuen lassen zu können. Prüfen Sie aber auch, ob der andere Tierhalter mit Ihrem Hund zurechtkommt. Schließlich haften im Ernstfall Sie als Halter grundsätzlich für eventuelle Schäden, die Ihr Hund verursacht – auch wenn er sich in anderweitiger Obhut

befindet. Besprechen Sie das Vorgehen in Notfällen und auch, wer wann und auf welche Weise benachrichtigt werden muss.

Sind alle Fragen geklärt und die Hunde gut vorbereitet, kann es bei der nächsten Möglichkeit losgehen. TASSO wünscht allen Hunden und ihren Haltern viel Spaß!

In eigener Sache

Der Kampf für ein Ende des Hundetötens in Rumänien geht weiter

Seit vielen Jahren engagiert sich TASSO e.V. gegen das Leid der rumänischen Straßentiere. Mit der Durchführung von Kastrationsprojekten und der Unterstützung der rumänischen Tierrechtsbewegung setzen wir uns für eine Verbesserung ihrer Lebensumstände ein.

Unterstützen auch Sie den Kampf für rumänische Straßenhunde und demonstrieren Sie mit: Am 9. Mai in Würzburg und am 16. Mai in Frankfurt am Main.

Nähere Informationen zur Demonstration in Würzburg am 9. Mai 2015 unter
www.facebook.com/events/1385837331726874/  

Nähere Informationen zur Demonstration in Frankfurt am 16. Mai 2015 unter
www.facebook.com/events/786680304739994/

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TASSO-Newsletter

21.05.2015

 

 

TASSO e.V. warnt:
Achtung Giftköder!
 

Erschreckend, aber leider wahr: Auch in diesem Jahr häufen sich bereits wieder die Giftköderwarnungen und Berichte über vergiftete Hunde.

Giftköder sind mit Gift oder scharfkantigen Gegenständen versehene Wurststückchen oder Hundeleckerlis. Hundehasser legen sie an durch Hunde gut frequentierten Orten aus: in Parks und Hundefreilaufflächen, hinter Büschen und Hecken sowie im hohen Gras.

Seien Sie aufmerksam

Besteht der Verdacht, dass Ihr Hund einen Giftköder aufgenommen hat, müssen Sie schnell handeln. Obwohl die unterschiedlichen Giftstoffe auf verschiedene Arten wirken, verursachen die meisten Köder schon binnen kürzester Zeit erste Vergiftungsanzeichen.
„Häufiges und oft erstes Symptom von Vergiftungen ist Erbrechen. Weitere Symptome einer Vergiftung können unter anderem ein übermäßiges Hecheln sowie eine vermehrte Produktion von weißem Speichel, blasse Schleimhäute, veränderte Pupillen sowie eine allgemeine Teilnahmslosigkeit sein“, erklärt TASSO-Tierärztin Frau Dr. Anette Fach.

Bei Rattengift können die ersten Symptome, wie beispielsweise Müdigkeit, Erbrechen, blutiger Durchfall oder auch eine herabgesetzte Körpertemperatur, auch erst nach einigen Tagen erscheinen. Zudem treten zwei bis drei Tage nach der Aufnahme von Rattengift Blutungen auf Schleimhäuten und aus den Körperöffnungen auf. Der Hund verstirbt meist innerhalb von drei bis fünf Tagen an Organversagen. Auch das Insektenbekämpfungsmittel Schneckenkorn wird zum Präparieren von Giftködern genutzt. Aufgrund seines süßlichen Geschmacks wird es von Hunden, aber auch von Katzen gern gefressen. Darüber hinaus nutzen Hundehasser auch die tödliche Wirkung von überdosierten Sedativa für ihre Zwecke: Hat Ihr Hund einen mit Beruhigungsmitteln gespickten Köder geschluckt, kommen die ersten Anzeichen binnen kürzester Zeit. Er beginnt zu torkeln oder verliert das Bewusstsein. Jedoch nicht nur Giftstoffe kommen zum Einsatz. Ebenso können Köder zum Beispiel mit Nägeln oder Rasierklingen gespickt sein.

Bemerken Sie, dass Ihr Hund an etwas intensiv schnuppert oder bereits an etwas leckt, sollten sie sofort reagieren und das Verhalten unterbinden. Vorsicht ist immer geboten, denn viele Gifte wirken bereits dann, wenn sie nur eingeatmet werden oder das Tier lediglich daran leckt.

Beugen Sie vor

Verlieren Sie Ihren Hund draußen nicht aus den Augen. Eine vertrauensvolle Bindung und ein guter Grundgehorsam bilden eine solide Basis, um den Hund im Zweifelsfall schnell abrufen zu können. Im Idealfall können Sie durch gezieltes Training Ihrem Hund beibringen, nichts vom Boden aufzunehmen. Holen Sie sich Rat bei einem Hundetrainer. Hilfreich ist es auch,den Hund beim Spaziergang ausreichend zu beschäftigen, damit er sich nicht selbst auf die Suche nach interessanten Dingen begibt. Von einer Fütterung des Tieres vor einem Spaziergang ist abzuraten, denn übermäßige Bewegung nach einer Mahlzeit zählt zu den möglichen Risikofaktoren, die eine Magendrehung verursachen. Zudem wird auch ein satter Hund ein gefundenes Leckerli nicht verschmähen.

Haben Sie einen Giftköder gefunden, zeigen Sie den Fund unbedingt bei der Polizei an, denn nur mit Erstattung einer Anzeige kann diese gegen die Täter ermitteln.

Verhindern Sie Unmut

In Hundekot zu treten ist selbst für den größten Tierfreund nicht angenehm. Das rechtfertigt natürlich noch lange nicht, Hunde zu vergiften. Jedoch gibt es extremen Hundehassern Anlass für ihre Giftköder-Anschläge. Wir von TASSO wünschen uns, aber auch allen Hundehaltern und allen, die kein Tier haben, einen rücksichtsvollen Umgang miteinander. Dazu gehört auch, dass Hundekot vom Halter aufgesammelt und in Abfallbehälter entsorgt wird.

In eigener Sache

Auf der Suche nach einem neuen tierischen Familienmitglied?

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Online-Tierheim shelta finden Sie unter rund 7.000 Tieren das Tier, das zu Ihnen passt.

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                                            © Copyright TASSO e.V.

 

                                                         Presse-Mitteilung

Tierschutzfall Milchkuhhaltung in Deutschland –
TASSO e.V. fordert Konsequenzen

Anlässlich der am Montag von der ARD ausgestrahlten Sendung „Verheizt für billige Milch – Das Leiden der deutschen Turbokühe“ fordert die Tierschutzorganisation TASSO e.V. eine grundlegende Abkehr von der extremen Hochleistungszucht in der Milchkuhhaltung sowie den tierschutzwidrigen Haltungsformen.

„Kühe als Wiederkäuer können die für eine übermäßige Milchproduktion erforderliche Stoffwechselleistung nicht erbringen“, sagt Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO. „Die Tiere leiden nicht nur an nutzungsbedingten lebensbedrohlichen Stoffwechselstörungen, sondern auch an schmerzhaften Euter- und Klauenerkrankungen.“ Zudem würden die großen Euter die Kühe beim Gehen, Liegen und Aufstehen behindern. Bereits nach durchschnittlich 4,7 Lebensjahren seien Milchkühe völlig ausgezehrt und kämen zum Schlachthof. Auch die Kälber als „Nebenprodukt“ der Milchkuhhaltung gehörten zu den Leidtragenden in diesem gnadenlosen System, das auf die einseitige Ausbeutung der Tiere ausgerichtet ist.

„Die extreme Hochleistungszucht von Nutztieren erfüllt zudem faktisch den Tatbestand der Qualzucht nach §11b Tierschutzgesetz“, so Mike Ruckelshaus weiter. Dieser wurde jedoch bislang mangels auf landwirtschaftlich genutzte Tiere bezogener Gutachten nicht angewendet. „Hier ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefordert, entsprechende geeignete Gutachten zur Umsetzung des §11b Tierschutzgesetz zu erstellen“, so Mike Ruckelshaus.

Ferner sieht TASSO bei der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung dringenden Novellierungsbedarf, da diese bisher keine Regelungen für die Haltung erwachsener Rinder enthält.

Auf EU-Ebene hat TASSO bereits im November 2013 zusammen mit den Organisationen „Compassion in World Farming“ (CIWF) und „World Society for the Protection of Animals" (WSPA) in Brüssel 293.511 Unterschriften übergeben, um die Einführung gesetzlich geregelter Mindeststandards für die Haltung von Milchkühen im Rahmen einer EU-Tierschutzrichtlinie zu erreichen, die unter anderem Freilauf vorsieht und Anbindehaltung verbietet.

„Die leider auch in Deutschland immer noch in etwa 25 Prozent der Betriebe praktizierte Anbindehaltung von Rindern zwingt die Tiere zur fast völligen Bewegungslosigkeit“, weiß Mike Ruckelshaus. Weitere elementare Bedürfnisse wie das normale Fortbewegungs-, Ruhe-, Komfort-, Nahrungsaufnahme- und Sozialverhalten könnten die Tiere bei dieser Haltungsform gar nicht ausleben.

Da der Bund bezüglich eines Ausstiegs aus der Anbindehaltung bisher noch nicht tätig wurde, hat TASSO e.V. aktuell zusammen mit sieben weiteren Tierschutzorganisationen diese Forderung auf Länderebene eingebracht. © Copyright TASSO e.V.

 

 

 

TASSO-Newsletter

Welttierschutztag am 4. Oktober:
TASSO e.V. fordert Verbot des Abschusses

von Hunden und Katzen

Zehntausende Hunde und Katzen werden jedes Jahr von Jägern erschossen oder in Fallen gefangen und getötet. Genaue Statistiken existieren nicht, da lediglich in fünf Bundesländern die Zahlen erfasst werden. Anlässlich des Welttierschutztags am 4. Oktober fordert TASSO e.V. ein bundesweites Abschussverbot von Haustieren durch Jäger. Hunde und Katzen sind zwar keine jagdbaren Tiere im Sinne des Jagdrechtes, dürfen aber im Rahmen des sogenannten Jagdschutzes getötet werden. So ist es erlaubt, Hunde, die in einem Jagdbezirk ohne ihren Halter oder außerhalb seines Einwirkungsbereichs wildernd angetroffen werden, zu erschießen. Katzen dürfen, je nach Bundesland und Jahreszeit, im Abstand von 200 bis 500 Meter zur letzten Ansiedlung getötet werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie Wildtiere gefährden oder nicht. „Die derzeitigen Regelungen sind unverhältnismäßig und gehen weit über das hinaus, was zum Schutz von Wildtieren erforderlich ist“, sagt Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO.

In der Beziehung zwischen Mensch und Haustier hat sich aber in den vergangenen Jahren ein großer gesellschaftlicher Wandel vollzogen. Menschen empfinden ihre Hunde und Katzen als vollwertige Familienmitglieder. Diese Entwicklung muss sich nun endlich auch in der Jagdgesetzgebung niederschlagen. Ein Abschuss von Haustieren ist durch nichts zu rechtfertigen.

Weitaus mildere Maßnahmen möglich

Bereits jetzt kann mit geltendem Ordnungs- und Polizeirecht gegen wildernde Hunde und deren Halter vorgegangen werden. Darüber hinaus ist die Haltung von Hunden, die andere Tiere hetzen oder reißen, gemäß der Hundeverordnungen und -gesetze der Länder an Auflagen wie Wesenstest, Sachkundenachweis oder polizeiliches Führungszeugnis gebunden. „In diesem Zusammenhang bekräftigen wir unsere Forderung nach einer Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde sowie nach einer Einführung eines Sachkundenachweises für Hundehalter“, betont Mike Ruckelshaus.

Auch das Töten freilaufender Katzen lehnt TASSO ab und verweist auf die Einführung einer Kastrationspflicht als nachhaltigen Lösungsansatz. Hierfür hat der Gesetzgeber den Kommunen mit einer Erweiterung des Tierschutzgesetzes die rechtliche Grundlage geschaffen, Verordnungen zur Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von Hauskatzen mit Freigang zu erlassen. „Auf diese Weise kann die unkontrollierte Fortpflanzung von Katzen eingedämmt und mittelfristig die Population der Streunerkatzen drastisch gesenkt werden“, erläutert Mike Ruckelshaus. „Wir freuen uns, dass das hessische Darmstadt im Juli 2015 die bundesweit erste Katzenschutzverordnung nach dem Tierschutzrecht erlassen hat. Freigängerkatzen im Stadtgebiet müssen kastriert, gekennzeichnet und laut Verordnung bei TASSO registriert sein.“

Gemeinsam für eine Novellierung des Jagdrechts
Um die Landesregierung Hessen darin zu unterstützen, die hessische Jagdverordnung zu reformieren, hat TASSO das „Bündnis Jagdreform Hessen“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit acht weiteren Tier- und Naturschutzorganisationen setzen wir uns für mehr Tierschutz im hessischen Jagdrecht ein.

Einen ersten Schritt in Richtung Novellierung hat die schwarz-grüne Landesregierung mit dem Entwurf einer neuen Jagdverordnung gemacht: Dieser regelt unter anderem die Jagd- und Schonzeiten in Hessen. „Uns geht der Entwurf jedoch nicht weit genug“, erklärt Mike Ruckelshaus. „Zwar befürworten wir die Initiative der GRÜNEN-Umweltministerin Priska Hinz, die Jagdzeiten an wissenschaftliche und ökologische Erkenntnisse anpassen zu wollen. Wir fordern jedoch eine komplett jagdfreie Zeit von Januar bis September für alle Tiere, ein Jagdverbot für Fuchs, Dachs, Waschbär und Co. und das Verbot der Fallenjagd.“

Weiterhin ermöglicht der Entwurf, Tiere ohne sinnvollen Verwertungszweck (als Nahrungsmittel) und ohne wissenschaftlich belegte ökologische Erfordernis zu töten. „Das ist weder im Sinne des Tierschutzgesetzes, noch entspricht es dem heutigen gesellschaftlichen Verständnis im Umgang mit Tieren“, betont Mike Ruckelshaus. Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und Praxisbeispiele belegen, dass insbesondere die Jagd auf Beutegreifer nicht zu einer nachhaltigen Bestandsreduzierung führt und entsprechend keine dauerhafte Auswirkung auf den Artenschutz hat.

Darüber hinaus beabsichtigt die Landesregierung, den Abschuss von Hunden und Katzen einer wissenschaftlichen Bewertung zu unterziehen und gegebenenfalls zu verbieten.

Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen haben bereits ihre Jagdgesetze novelliert und in diesem Zuge unter anderem den Abschuss von Haustieren weitestgehend verboten. Mit dem Bündnis „Jagdreform Jetzt!“ hatte TASSO im Herbst 2014 in Nordrhein-Westfalen Einfluss auf diese haustierfreundliche Entscheidung genommen.

Weitere Informationen:

Stellungnahme des „Bündnis Jagdreform Hessen“

Pressemitteilung vom 24. September 2015:
Bündnis aus neun Tier- und Naturschutzorganisationen fordert mehr Tierschutz im hessischen Jagdrecht   

 TASSO e.V. lädt zur Seminarreihe mit Highlight Goldene Pfote

In Zusammenarbeit mit ausgewählten Experten lädt die Tierschutzorganisation TASSO e.V. interessierte Tierfreunde, Tierhalter, Tierschützer und Tierrechtler zu einer spannenden und informativen Seminarreihe ein.

Rund ums Tier mit Preisverleihung Goldene Pfote

Bereits zum achten Mal ehrt TASSO Helden des Alltags mit dem Tierschutzpreis Goldene Pfote. Unter dem Motto „Mensch rettet Tier“ zeichnen wir Rettungsaktionen aus, bei denen mutige Helfer Tiere aus gefährlichen und ausweglosen Situationen befreit haben.

Aus einer großen Auswahl dramatischer und rührender Rettungsgeschichten, die sich im Laufe des letzten Jahres in ganz Deutschland ereignet haben, haben wir fünf ausgewählt. Stimmen Sie für Ihre Lieblingsgeschichte ab, und entscheiden Sie so mit, wer die ersten drei Plätze belegen soll.

Die Preisverleihung ist eingebettet in das spannende und informative Rahmenprogramm Rund ums Tier. Hier geben wir Ihnen in drei Vorträgen einen Überblick zum Thema „Erste Hilfe am Tier“.

Rahmenprogramm:

     •  Recht auf Leben: Tiere im Gesetz

     •  Was tun, wenn´s weh tut: Erste Hilfe am Tier

     •  Tiere im Ausland: Kleine Hilfe, große Wirkung

Wann: 10. Oktober 2015, 13:30 bis 17:30 Uhr

Wo: Hofgut Kronenhof, Zeppelinstr. 10, 61352 Bad Homburg

Wie viel: 19 Euro pro Person (per Vorkasse)

Alle Informationen, die Möglichkeit der Abstimmung und Anmeldung unter
www.tasso.net/die-goldene-pfote

Der Wolf ist zurück. Was mache ich, wenn …?

In der Vortrags- und  Diskussionsrunde „Der Wolf ist zurück. Was mache ich, wenn …?“ erklären wir Ihnen gemeinsam mit der renommierten Wolfsexpertin Elli H. Radinger das Verhalten wilder Wölfe und geben praktische Tipps, wie wir mit dem zurückgekehrten Beutegreifer leben können.

Elli H. Radinger ist Autorin und Herausgeberin vom Wolf Magazin. Als Mitbegründerin der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe erforscht sie seit 25 Jahren das Verhalten wild lebender Wölfe im amerikanischen Yellowstone-Nationalpark. Nach zahlreichen Nahbegegnungen mit Wölfen weiß sie aus eigener Erfahrung, dass die Beutegreifer keine Bedrohung für den Menschen sind.

Veranstaltungsprogramm:

     •  Wie verhalten sich Wölfe wirklich?

     •  Was tue ich, wenn ich einem Wolf begegne?

     •  Gefahren und Chancen für das Leben mit Wölfen

Wann: 29.10.2015, 19:00 bis 21:00 Uhr

Wo: Parkhotel am Posthof, Mainzer Landstr. 33, 65795 Hattersheim am Main

Wie viel: 7 Euro pro Person (per Vorkasse)

Problemfelle – Ein Leben im Tierheim

In der Diskussionsrunde „Problemfelle – Ein Leben im Tierheim“ beantworten wir gemeinsam mit der bekannten Hundetrainerin Perdita Lübbe-Scheuermann von der Hunde-Akademie Lübbe Ihre Fragen rund um aggressive, verhaltensauffällige und deshalb schwer vermittelbare Tierheimhunde.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes „Start ins – neue – Leben“ statt, mit dem TASSO und die Hunde-Akademie Perdita Lübbe schwer vermittelbare Hunde resozialisieren und auf das Schicksal dieser Tiere aufmerksam machen. Die Diskussionsrunde richtet sich in erster Linie an Mitarbeiter von Tierheimen und Tierschutzorganisationen. Interessierte Tierfreunde sind herzlich willkommen.

Veranstaltungsprogramm:

     •  Diskussion rund um das Thema verhaltensauffällige Tierheimhunde

     •  Beantwortung Ihrer Fragen zu Ihren Tierheimhunden

Wann: 3.11.2015, 19:00 bis 21:00 Uhr

Wo: Parkhotel am Posthof, Mainzer Landstr. 33, 65795 Hattersheim am Main

Wie viel: 7 Euro pro Person (per Vorkasse)

Aktuelle Entwicklungen im Tierschutzrecht 2015

Im Seminar „Aktuelle Entwicklungen im Tierschutzrecht 2015“ informieren wir Sie gemeinsam mit dem im Tierschutzrecht versierten Rechtsanwalt Dr. Konstantin Leondarakis, LL.M. über die Bestrebungen des Gesetzgebers im Jahr 2015 den Fokus stärker auf den Tierschutz zu richten, und somit einen besseren Schutz wie auch eine gesetzliche Handhabe zu erwirken.

Veranstaltungsprogramm:

 Der Vortrag informiert über aktuelle Entwicklungen des Tierschutzrechts auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene

Wann: 10.11.2015, 19:00 bis 21:00 Uhr

Wo: Parkhotel am Posthof, Mainzer Landstr. 33, 65795 Hattersheim am Main

Wie viel: 7 Euro pro Person (per Vorkasse)

Weitere Informationen und Anmeldung unter
www.tasso.net/Veranstaltungskalender

Bitte beachten Sie, dass das Mitbringen von Hunden aus organisatorischen Gründen nicht möglich ist.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

© Copyright TASSO e.V.

 

 

Spendenkonto:  IBAN: DE36 5335 0000 0094 0044 46